Hawaiian Baby Woodrose (Argyreia nervosa)


Bestimmungsmerkmale:

Die Hawaiianische Holzrose ist eine mehrjährige, starkwüchsige, bis zu 10 Meter hohe Winde. Ein zäher Milchsaft ist in ihren Zellen zu finden. Im Deutschen wird die Hawaiianische Holzrose aufgrund ihrer silbrigen Blätter auch Silberwinde genannt. Ihre Blätter sind gegenständig, gestielt, bis zu 27cm lang, herzförmig und an der Unterseite behaart.

Standort und Verbreitung:

Bis zu einer Höhe von 900 Metern ist die Holzrose in Indien und Sri Lanka anzutreffen. Doch auch in Australien und Afrika kommt sie vor. In allen tropischen Gebieten dient sie als Zier- und Rauschpflanze. Über Indien wurde sie nach Hawaii eingeführt und dort kultiviert. Daher kommt schließlich der Name Hawaiianische Holzrose.



Hawaiianische Holzrose (Argyreia nervosa)Foto:

Die Hawaiianische Holzrose weist Lysergsäureamid (LSA) auf, welches zur Herstellung von LSD verwendet werden können.



Inhaltsstoffe

Enthalten sind in den Samen der Hawaiianischen Holzrose etwa 0,3% Mutterkornalkaloide. Somit gehört diese aufgrund ihres Mutterkornalkaloidgehaltes zu den potentesten Windenarten. Folgende Mutterkornalkaloide konnten nachgewiesen werden: Agroclavin, Ergin, Isolysergsäureamid, Chanoclavin-1 und -11, racemisches Chanoclavin-11, Elymoclavin, Festuclavin, Lysergen, Lysergol, Isolysergol, Molliclavin, Penniclavin, Stetoclavin, Isosetoclavin, Ergometrinin, Lysergsäure-a-hydroxyethylamid, Isolysergsäure-a-hydroxyethylamid und Ergonovin (Ergometrin).

Wirkung und Anwendung:

4 bis 5 Samen sind eine gute Anfangsdosis. Werden 4 bis 8 Samen oral konsumiert, wird von LSD-ähnlichen Wirkungen berichtet. Es treten dabei psychedelische Muster und Empfindungen auf. Sogar von farbenprächtigen Visionen mit mystischem Charakter wurde berichtet. Die Wirkung hält 6 bis 8 Stunden, manchmal sogar länger, an. Jedoch können auch Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erschöpfung und Verstopfung vorkommen. Besonders bei hohen Dosierungen ist mit Übelkeit zu rechnen. Als Höchstmenge werden 13 bis 14 Samen angegeben.



Quelle: Rätsch, Christian: "Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen", AT Verlag Schweiz (1999)